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Zwei Fallberichte zum integrierten Management von Antibiotika-resistenten Harnwegsinfektionen

Hintergrund: Harnwegsinfektionen (HWI) sind bei Frauen häufig. Zystitis nach dem Geschlechtsverkehr (postkoitale Zystitis) macht 60% der wiederkehrenden Fälle aus. Die meisten Ärzte behandeln rezidivierende HWI (R-HWI) mit mehreren Antibiotikakursen. Die hohe Prävalenz deutet darauf hin, dass dieser bakterienorientierte Ansatz für viele Frauen langfristig unwirksam ist. Eine Änderung des klinischen Verhaltens in Bezug auf den Einsatz von Antibiotika und das Erkennen der Bedeutung der Selbstverteidigungsmechanismen eines Patienten sind wichtige Überlegungen zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen.

Methoden: Die Intervention für jede von zwei Frauen mit R-UTI war eine integrierte Behandlung mit einem nicht-konventionellen und maßgeschneiderten Homöopathie-Regime, das mehrere Krankheitsstufen gleichzeitig ansprach, zur Vorbeugung von Rezidiven sowie zur Behandlung. Die Beurteilung der kausalen Zuschreibung des homöopathischen Behandlungseffekts wurde unter Verwendung der modifizierten Naranjo-Kriterien durchgeführt.

Ergebnisse: Fall 1 zeigte chronische multimorbide Zustände, einschließlich R-UTI, das multiresistent geworden war. Bei regelmäßiger homöopathischer Behandlung verringerte sich ihr Antibiotikaeinsatz, ihr Diabetikerprofil verbesserte sich und sie brauchte keine prophylaktischen Antibiotika. Fall 2 litt an R-UTI mit postkoitaler Zystitis und Brennen, obwohl alle konventionellen Ratschläge zur Behandlung und Prophylaxe befolgt wurden. Die Zugabe von Homöopathie verbesserte ihre Lebensqualität und verhinderte Rückfälle. Der modifizierte Naranjo-Kriterien-Gesamtscore für jeden Patienten betrug +10/13 bzw. +9/13.

Schlussfolgerungen: Die Zugabe von Homöopathie kann ein wirksamer Ansatz bei der integrierten Behandlung von antibiotikaresistenten R-HWI sein. Kontrollierte Forschung zum Thema ist somit angezeigt.

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