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Umweltbiologie

Unsere industrialisierte Gesellschaft deponiert riesige Mengen an Schadstoffen und giftigen Abfällen in die Biosphäre der Erde, ohne die Folgen vollständig zu berücksichtigen. Solche Maßnahmen beeinträchtigen die Gesundheit der Ökosysteme der Erde erheblich, und diese Verschlechterung wirkt sich letztendlich auf die Gesundheit und das Wohlergehen der menschlichen Bevölkerung aus.

Für den größten Teil der Menschheitsgeschichte waren biologische Arbeitsstoffe der wichtigste Faktor für die Gesundheit. Dazu gehörten pathogene (krankheitsverursachende) Organismen wie Bakterien, Viren, Protozoen und innere Parasiten. In der heutigen Zeit sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Unfälle die häufigsten Todesursachen in den meisten Teilen der Welt. Infektionskrankheiten verursachen jedoch immer noch etwa 22 Millionen Todesfälle pro Jahr, hauptsächlich in unentwickelten Ländern. Diese Krankheiten umfassen: Tuberkulose, Malaria, Lungenentzündung, Influenza, Keuchhusten, Ruhr und erworbenes Immunschwächesyndrom (AIDS). Die meisten Betroffenen sind Kinder. Mangelernährung, unsauberes Wasser, schlechte sanitäre Bedingungen und mangelnde medizinische Versorgung spielen bei diesen Todesfällen eine Rolle. Die Probleme von Infektionskrankheiten werden durch Faktoren wie arzneimittelresistente Erreger, insektizidresistente Träger und Überbevölkerung verstärkt. Übermäßiger Einsatz von Antibiotika hat es Krankheitserregern ermöglicht, eine Resistenz gegen Medikamente zu entwickeln. Zum Beispiel wurde Tuberkulose (TB) in den meisten Teilen der Welt fast eliminiert, aber arzneimittelresistente Stämme haben diesen Trend nun umgekehrt. Ein anderes Beispiel ist Malaria. Das Insektizid DDT (eine Chemikalie namens Dichlordiphenyltrichlorethan) wurde häufig zur Bekämpfung von Malaria-tragenden Mückenpopulationen in tropischen Regionen eingesetzt. Nach vielen Jahren entwickelten die Mücken jedoch eine natürliche Resistenz gegen DDT und verbreiteten die Krankheit erneut weit. Malariamedikamente wurden ebenfalls überbewertet, wodurch der Malariaerreger arzneimittelresistent werden konnte.

Chemische Arbeitsstoffe haben auch erhebliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Giftige Schwermetalle, Dioxine, Pestizide und endokrine Disruptoren sind Beispiele für diese chemischen Mittel. Schwermetalle (z., quecksilber, Blei, & Cadmium) entstehen typischerweise als Nebenprodukte von Bergbau- und Herstellungsprozessen. Alle von ihnen biomagnifizieren (werden mit zunehmender Nahrungskette konzentrierter in Arten). Zum Beispiel kann sich Quecksilber aus verschmutztem Wasser in Schwertfischen bis zu einem für den Menschen toxischen Niveau ansammeln. Wenn giftige Schwermetalle in den Körper gelangen, sammeln sie sich im Gewebe an und können schließlich Krankheit oder Tod verursachen. Studien zeigen, dass Menschen mit einem überdurchschnittlichen Bleigehalt in ihren Knochen ein erhöhtes Risiko haben, eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung und aggressives Verhalten zu entwickeln. Blei kann auch Gehirnzellen schädigen und die Muskelkoordination beeinträchtigen.

UMWELTPERSISTENZ VON DDT

Abbildung 1. DDT war ein häufig verwendetes Pestizid. „Dieses Werk“ von OpenStax ist unter CC BY 4.0 lizenziert.

Das Pestizid DDT war jahrzehntelang weit verbreitet. Es wurde als ideales Pestizid angesehen, da es kostengünstig ist und in der Umwelt langsam abgebaut wird. Leider ermöglicht die letztere Eigenschaft diesem chemischen Wirkstoff, sich durch die Nahrungskette zu biomagnifizieren. Populationen von Vogelarten an der Spitze der Nahrungskette, z. B. Adler und Pelikane, sind in der Umwelt stark von DDT betroffen. Wenn diese Vögel genügend DDT haben, sind die Schalen ihrer Eier so dünn, dass sie brechen und die Fortpflanzung unmöglich machen. Nachdem DDT 1972 in den USA verboten wurde, erholten sich betroffene Vogelpopulationen spürbar, darunter der legendäre Weißkopfseeadler.

Namensnennung

Essentials of Environmental Science von Kamala Doršner ist lizenziert unter CC BY 4.0

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